Verwendungsbeispiel in der Landwirtschaft und dem Weinbau

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Anbinden und leiten von Pflanzen.

Anbinden und leiten von Pflanzen.

Erstellen von Rankhilfen für Schlingpflanzen, wie z.B. Bohnen.

Anbinden und leiten von Pflanzen in der Baumschule.
 




[Diplomarbeit downloaden]

Unsere natürlichen Bindematerialien können von Getreide- und Grünlandbauern unbedenklich für Heu- und Strohballen und Netze für Strohrollen eingesetzt werden. Denn anders als Kunststoffschnüre, deren Auffressen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führen kann, machen Papierschnüre den ganz normalen Verdauungsvorgang von Rindern, Schweinen, Schafen, Pferden und von Kleintieren mit. Überdies sind die anderen Nachteile von PVC-Schnüren wie Verheddern beim Miststreuen sattsam bekannt. 

Besonders für die Biolandwirtschaft stellen unsere natürlichen Schnüre eine ideale Bindehilfe dar. 
Die Vorteile der natürlichen Schnüre gegenüber den bisherigen Bindehilfen aus Kunststoff liegen auf der Hand: Zuerst sind die Öko-Schnüre einmal wesentlich günstiger als bisherige Bindehilfen. Sodann häufen sie keinen Plastik-Müll an, weil sie wieder verwertet oder mit anderen Pflanzenmaterialien wie abgefallenen Blättern verhäckselt werden können.

Wenn die natürlichen Bindehilfen verrottet sind, können sie sogar als Humus verwendet werden. Damit schließt sich der Kreislauf der Natur, der vom heimischen Rohstoff Holz ausgeht. Giftige Plastik-Klumpen gibt es nicht mehr.

Es gibt eine große Anzahl von Verwendungsgebieten:

  • im Weinbau

  • in Baumschulen

  • Gartenbau

  • Gemüsebau

Testergergebnis:

Am „Institut für nachhaltige Abfallwirtschaft und Entsorgungstechnik, Montanuniversität Leoben, Österreich“ wurden in einem Kompostversuch das Verhalten von Papier- und Kunststoffschüren (teilweise mit Drahtkern) im Rahmen einer Diplomarbeit untersucht.

Zurzeit werden in der Landwirtschaft hauptsächlich Kunststoffprodukte (Schnüre, Drehbinder) für das Anbinden von Pflanzen (z.B. Weinreben, Tomaten, Paprika, Gurken, Bohnen, etc.) verwendet. Erdöl, welches zur Herstellung von Kunststoffen benötigt wird, ist allerdings ein nicht regenerierbarer Rohstoff, dessen Gewinnung und Transport mit hohen Kosten verbunden ist. Zudem ist der Einsatz von Kunststoffprodukten in der Landwirtschaft problematisch, da Kunststoffe meist schwer bis nicht abbaubar sind und andererseits teilweise gefährliche Inhaltsstoffe wie beispielsweise Metallverbindungen aufweisen.

Eine mögliche Alternative ist der Ersatz von Kunststoffprodukten durch den Einsatz von Papierprodukten, welche eine höhere ökologische Effizienz aufweisen. Papier wird aus dem regenerativen Rohstoff Holz gewonnen und es ist eine biologische Abbaubarkeit sowie ein relativ einfaches stoffliches Recycling gegeben.

In einem laufenden Projekt wurde mit Hilfe eines Rotteversuchs das Verhalten von verschiedenen Kunststoffschnüren mit jenem einer Papierschnur verglichen. Der Versuchsablauf soll zeigen, ob sich diese Papierschnüre als ideales Substitutionsprodukt für Kunststoffschnüre eignen, bzw. diese sogar ersetzten können. Diese wären einerseits bei der Produktion als auch beim Recycling umweltfreundlicher.

Positiv aufgefallen ist, obwohl das eigentliche Optimum an Komposttemperatur nicht erreicht werden konnte (teilweise nur 20 °C), dass der Rotteprozess trotzdem eingesetzt hat. Das bedeutet für die Papierschnüre, dass der Prozess des Kompostierens nicht unbedingt notwendig ist, sondern die Verrottung auch im realen Boden funktionieren kann. Somit wird das Produkt als Substitut für die herkömmlichen Kunststoffschnüre als sehr geeignet beurteilt und empfohlen.
 

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